Louisendorf

Ansichtskarte Louisenplatz

1820: Genehmigung zur Anlage eines Kolonistendorfes durch König Friedrich Wilhelm III. (30.09.)

1821: Vergabe der Siedlerstellen an Nachfahren der pfälzischen Bauern, die 1741 auf dem Weg nach Amerika am Niederrhein gestrandet waren und sich auf der Gocher Heide (Pfalzdorf) angesiedelt hatten.

1848: Gründung einer lutherischen Kirchengemeinde. 1860/61: Errichtung der Elisabeth-Kirche auf der zentralen Kuppe des Louisenplatzes.

Dorfanlage mit planmäßigem, rechtwinkeligem Wegenetz. Die Höfe wurden nach einheitlichem Muster in Streulage errichtet. Im Zentrum wurde zum Gedenken an die Namenspatronin des Dorfes der Louisen- platz mit einem Kranz von 34 Linden angelegt.

An den verdienten Heimatforscher und Dichter Jakob Imig (1905–1994) erinnert auch die Begegnungsstätte der Louisendorfer und Pfälzer, das Jakob-Imig-Archiv. Hier wird der literarische und heimatkundliche Nachlass von Jakob Imig verwahrt. Auch der Pfälzerbund am Niederrhein unterhält hier sein Archiv.


Zur Gründungsgeschichte Louisendorfs

Quelle:
Kabinettsorder König Friedrich Wilhelms III. an den Minister der Finanzen, 30.09.1820 (Abschrift im Nachlass Imig, Gemeindearchiv Bedburg-Hau, N1 143; Transkription bei Jörissen, 175 Jahre Louisendorf, S.15)

Literatur (in Auswahl):
• Imig, Jakob: 150 Jahre Louisendorf. Werden und Wachsen eines niederrheinischen Kolonistendorfes. [Goch1970]
  (Schriftenreihe des Pfälzerbundes am Niederrhein e.V.; 3).
• Imig, Jakob: Kultivierung des Kalkarer Waldes. Louisendorf entsteht. In: Kalender für das Klever Land 1965, S. 72–74.
• Imig, Jakob: Zur Entstehung von Louisendorf. Ein Nachtrag. In: Kalender für das Klever Land 1974, S. 118–120.
• Jörissen, Josef: 175 Jahre Louisendorf. Chronik eines Pfälzerdorfes am Niederrhein. [Goch] 1995.