Qualburg

St. Martinus Qualburg
St. Martinus Qualburg

Wohl schon im 1. Jahrhundert n. Chr. gab es hier eine römische Siedlungsstelle. Später entstand eine kleine römi­sche Militäranlage als Wachposten, vielleicht auch ein Klein­kastell. Für das Jahr 359 nennt der römische Schriftsteller Ammianus Marcellinus eine „civitas Quadri­burgium“, die allgemein mit dem heutigen Qualburg gleichgesetzt wird. Damals lag der Ort an einem schiffbaren Seitenarm des Rheins.

In fränkischer Zeit setzte eine erneute Besiedlung im Umfeld der Kirche ein. Hiervon zeugen eine Grabstelle des 7. Jahrhunderts sowie einige Einzelfunde. Zwei Frag­mente von Memoriensteinen aus karolingisch-ottonischer Zeit wurden in den Unterbau des Hochaltars von St. Martinus eingemauert.

 

Kirche St. Martin

Die Kirche St. Martinus besitzt einen gotischen Backsteinchor aus dem 15. Jahrhundert, an den 1888/89 ein neugotisches Langhaus angefügt wurde. Der Hochaltar von 1895 stammt vom Gocher Bildschnitzer von Ferdinand Langenberg.