1955/56

Mit Wirkung vom 1.4.1955 wurde Lehrer Peter van Wickeren von Hassum nach Qualburg versetzt, wo er die Schulleitung über­nahm. Seine 1. Lehramtsprüfung legte er am 11. Oktober 1948 an der Pädagogischen Akademie in Bonn ab, die 2. am 10. Oktober 1951 an der Katholischen Volksschule in Hassum, wo er bis zur Versetzung ungefähr 6 ½ Jahre tätig war.

Der Unterricht im neuen Schuljahr begann nach den Osterferien am 19.4.1955. Wegen der absinkenden Schülerzahl (von 94 auf 77) hat die Schule nur noch 2 Lehrerstellen. Die Oberstufe wird geführt vom Lehrer van Wickeren, die Unterstufe von Lehrerin Maria Lohmann. Im Laufe des Jahres nahm die Schülerzahl noch weiter ab, so daß am Ende des Jahres ein Stand von 71 Kindern blieb. Den leerstehenden 3. Unterrichtsraum wurde den katholischen Jugendgruppen als Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt.

Zu Beginn des Schuljahres wurden die Klassen- und Schulpflegschaften neu gewählt:

Klasse I:

Heinrich Bongers
Wwe. Anna Fischer
Helmut Bouwmann

Klasse II

Anton Dicks
Johann Fischer
Frau Josef van Wickeren

Vorsitzender und Stellvertreter
der Schulpflegschaft

Anton Dicks
Heinrich Bongers

[27] Das Schuljahr verlief im allgemeinen ohne besondere Ereignisse. Hervorzuheben wäre folgendes: An den Bundesjugend­spielen, die am Anfang Juli mit der Schule Hasselt auf dem Sportplatz stattfanden, nahmen 41 Kinder der hiesigen Schule teil. Hierbei errang die 13 ½-jährige Annetrud de Haard im Dreikampf einen Sieg mit 65 Punkten, so daß ihr eine Ehrenurkunde überreicht werden konnte. Weiter erhielten 7 Schüler und Schülerinnen Siegerurkunden.

In den langen Sommerferien fanden 2mal in der Woche Fuß- und Radwanderungen für die Schulkinder statt, die von Studenten der päd. Akademien gleitet wurden. An diesen freiwilligen Veranstaltungen nahmen auch viele Kinder der hiesigen Schule teil.

Auf Vorschlag der Schulpflegschaft startete der schon zur Tradition gewordene Tagesausflug der Oberklasse erst im September, da der Monat Juli erfahrungsgemäß von Ausflüglern sehr beansprucht wird. Leider war aber für die Omnibusfahrt nach Essen-Gruga, Baldeneysee und Duisburger Zoo das Wetter nicht günstig.

Vom 28. September bis 8. Oktober hospitierten und praktizierten in der Oberklasse zwei Studentinnen der päd. Akademie Essen-Kupferdreh. Sie hatten hier Gelegenheit, einen Einblick in die praktische Schularbeit an einer wenig gegliederten Schule zu tun, selbst Erfahrungen zu sammeln und die für mehrere Jahrgänge erforderlichen Unterrichtsweisen auszuprobieren.

Das St. Martinsfest verlief wie in den anderen Jahren. Schöne und zahlreiche selbstgebastelte Fackeln verschönerten den Zug und fanden überall große Bewunderung. Eine gut gefüllte Tüte konnte der hl. Mann allen Kindern, auch den Kleinkindern überreichen. Auch ein kleines Feuerwerk erfreute Kinder und Erwachsene.

Gegen Ende Januar setzte ein starker und anhaltender Frost ein, der den Kohlenvorrat merklich einschrumpfen [28] ließ, so daß viele Schulen auch hier im Kreise für einige Tage ihre Tore schließen mußten. An der hiesigen Schule wurde der Unterricht nicht unterbrochen, da schon zeitig für genügend Heizmaterial gesorgt worden war.

Am 16.3.1956 fand die diesjährige Schulentlassungsfeier statt. Ihr war am Morgen die kirchliche Feier vorausgegangen. Zur Entlassung kamen 6 Jungen und 6 Mädchen.

 

1956/57

Zum neuen Schuljahr wurden 17 Neulinge gemeldet, davon wurden nach ärztlichen Gutachten 2 Knaben und 1 Mädchen für 1 Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt, da sie noch nicht schulreif waren. Zum Vorsitzenden der Schulpflegschaft wurde gewählt: Herr Heinrich Bongers, Stellvertreter: Herr Helmut Bouwmann.

Nach dem strengen und lang anhaltenden Winter folgten ein kühler Frühling und ein noch nie dagewesener nasser Sommer. Es gab nur wenige Tage, an denen es nicht regnete. So gab es z. B. im Juni nur 2, im Juli 11 und im August nur 10 regenfreie Tage. Von Oktober 1955 bis Oktober 1956 gab es nur 152 niederschlagsfreie Tage. In diesem Sommer war es fast nicht möglich, draußen mit den Kindern Sport zu treiben. Aber trotzdem wurden die diesjährigen Sportwettkämpfe ausgetragen. Auf dem Sportplatz in Bedburg trafen sich die Schulinder des ganzen Amtsbezirks Till (9 Schulen), um gegenseitig ihr sportliches Können zu messen. An Zuschauern hatten sich neben einigen Eltern der Herr Amtsbürgermeister und einige Gemeindevorsteher eingefunden. Die hiesige Schule konnte wegen ihrer geringen Schülerzahl nur eine kleine Mannschaft stellen. In der Punktbewertung kam sie auf den 6. Platz. [29] In diesem Jahre wurde das Schulgebäude neu instandgesetzt. In den Sommerferien wurden 2 Klassenräume neu angestrichen und mit einer Wandvertäfelung versehen. Einen neuen Außenanstrich hatte die Schule schon im vorigen Jahre erhalten. Die Renovierung des Schulflures, Lehrerzimmers und der Lehrerdienstwohnungen ist für das nächste Jahr vorgesehen.

Schulchonik Qualburg: Totenzettel des Lehrers August Martens (1890-1956)
Totenzettel des Lehrers August Martens (1890-1956)

Am Ende der großen Ferien wurde der allzu früh verstorbene Hauptlehrer i. R. Herr August Martens zu Grabe getragen. Die gesamte Schuljugend, viele Eltern und ein großer Teil der Lehrerschaft des Kreises gaben ihm das letzte Geleit.

Am 12. Oktober machte die Oberklasse unter Begleitung der Lehrpersonen und der zur Zeit praktizierenden Studentinnen der pädagogischen Akademie Essen-Kupferdreh mit Omnibus eine Tagesfahrt durch die engere Heimat, die den Kindern noch fremd war. Aufenthaltsziele waren: Reichswald-Siedlung, Englischer Ehrenfriedhof, Studienanstalt Gaesdonck, Ehrenfriedhof Weeze und Xanten. [30] Die Kinder waren sehr erstaunt, daß es auch herrliche Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung gibt.

Wegen seines hohen Alters (78 Jahre) trat am 1. Oktober Herr Pfarrer Gerhard Terwelp in den Ruhestand. Schweren Herzens nahm er von seinen Pfarrkindern Abschied, die er volle 33 Jahre lang als Seelsorger betreut hatte. Die Schulkinder hatten ihm in der Schule nach der letzten Religionsstunde eine kleine, schlichte Abschiedsfeier bereitet. Als Abschiedsgeschenk überreichten sie ihm ein Bild (Photo der Qualburger Pfarrkirche), das ihn in seinen Ruhetagen stets an die Qualburger Kinder erinnern möge. Pfarrer Terwelp verbringt seinen Lebensabend in Kleve, Unterstadtkirche.

Seine Exzellenz der Hochwürdigste Herr Bischof von Münster, Dr. Michael Keller, ernannte zum neuen Pfarrer an St. Martin Qualburg den Herrn Kaplan Wilhelm Loggen aus Herten-Distel. Der neue Pfarrer wurde am Feste des hl. Martin am 11.11.1956 unter großer Beteiligung der hiesigen Bevölkerung eingeführt. Eine große Radfahrer- und Reiterschar holte ihn an der Pastorat in Hasselt ab, und unter dem hohen Ehrenbogen an der Schule hieß ihn der Pfarrektor Gerh. Bodden aus Hasselt herzlich willkommen. Nach der Einführungsfeier im Gotteshaus fand im Pfarrhause der Gratulationsakt statt, indem die Geistlichkeit der Nachbarpfarren, der Kirchenvorstand, Vertreter der politischen Gemeinde und das hiesige Lehrerkollegium teilnahmen. Die Feierlichkeiten schlossen am Nachmittag mit einer Dankandacht ab.

Wegen der Einführung des neuen Pfarrers mußte der diesjährige Martinszug um 2 Tage vorverlegt werden. Das Ritterkostüm wurde in diesem Jahre durch die Anschaffung eines Messinghelmes, Schildes und Schwertes vervollkommnet. Nach dem Umzug durchs Dorf beschloß der Martinsausschuß, wegen der allgemeinen [31] Begeisterung das Feuerwerk zu vergrößern.

In diesem Jahre wurden 8 Kinder entlassen: 2 Knaben und 6 Mädchen. Die Entlassungsfeier fand am 21. März 1957 statt.

 

1957/58

Am 1.7.1956 wurde der hiesige Schulrat Herr Dr. Schmitz zum Regierungsrat in Aachen ernannt. Für mehrere Monate mußte Herr van Treek, Schulrat in Geldern, die Stelle vertreten. Erst am 1.4.1957 wurde dem Schulrat des Kreises Geilenkirchen, Herrn Josef Gramm, die Verwaltung des hiesigen Schulaufsichtskreises übertragen. Vor seiner Ernennung zum zum Schulrat in Geilenkirchen war er an mehreren Stellen in unserem Kreise als Lehrer und zuletzt als Rektor an der Christ-Königschule in Kleve tätig.

Nur mit geringer Veränderung bezüglich der Schülerzahl konnte das Schuljahr 1957/58 beginnen. Von den 11 Schulneulingen wurden nach ärztlichem Gutachten 2 Kinder für 1 Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt, so daß jetzt 73 Kinder die Schule besuchen.

Bei den diesjährigen Bundesjugendwettkämpfen, die in Bedburg-Hau stattfanden, ging unsere Schule 3 mal als Sieger hervor, in der 4x75 m Staffel der Knaben und der Mädchen und in der Pendelstaffel der 10- und 11-Jährigen. Als Preise erhielten sie 3 schöne Jugendbücher, die in die Schülerbücherei eingestellt wurden.

Das Bergische-Land war diesmal das Ausflugsziel der Oberklasse. An dieser Omnibusfahrt nahmen auch viele Eltern teil. Den Abschluß bildete ein Besuch auf dem Flugplatz in Düsseldorf. Die Rundfahrt über das Flugplatzgelände und vor allem das Starten und Landen der vielen Maschinen weckten in den Kindern großes Interesse am gesamten Flugverkehr. [32] Kurz vor der Schulentlassung ( 1 Knabe und 5 Mädchen) wurden an der hiesigen Schule die alljährlich stattfindenden Aufklärungsvorträge im Rahmen der Jugendschutzwoche gehalten Das Kreisjugendamt bereitete die Entlaßschüler auf ihren kommenden Lebensabschnitt vor. Zu den Eltern sprach Frau Ohler aus Hamm über die geschlechtliche Erziehung.

 

1958/59

Die Gesamtschülerzahl von 74 hatte sich beim Beginn des neuen Schuljahres nicht geändert. Doch machte sich ein Verschieben der Klassenfrequenz bemerkbar. In der Unterstufe befinden sich z. Z. 37, in der Oberstufe 27 Schüler. Die geringe Zahl in der Oberklasse ist zurückzuführen auf die schwachen Geburtsjahrgänge der Kriegsjahre. Voraussichtlich wird im nächsten Jahre die Schülerzahl in der Unterstufe so anwachsen, daß eine andere Verteilung der Jahrgänge auf die zwei Klassen vorgenommen werden muß. Von den 13 Schulneulingen wurden in diesem Jahre 4 Kinder für 1 Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt.

Schulchonik Qualburg: Luftaufnahme Qualburg
Luftaufnahme Qualburg mit Kirche St. Martin und Schule

Die Luftaufnahme zeigt hier den Dorfkern von Qualburg: Die Kirche mit dem Friedhof,

[33] die Küsterei, das Schulhaus, die Pastorat, die Bäckerei Smits und die Katstelle des Bauern Pruys. Die kahle Fläche links von der Kirche ist als Erweiterung des Friedhofes vorgesehen.

In den Sommerferien erhielt der Schulflur einen neuen Anstrich. Der Flursockel wurde mit einem harten und haltbaren Marmorsplitt versehen, der auch bei starker Verschmutzung leicht gesäubert werden kann.

Das Schuljahr ging im allgemeinen ohne besondere Ereignisse zu Ende. Wegen des anhaltenden Spätsommerregens fiel der dies­jährige Tagesausflug der Oberklasse aus. Bei den Bundes­jugend­spielen kam die hiesige Schule auf den 6. Platz. Auch das St. Martinsfest nahm wie alljährlich einen schönen Verlauf.

Am 26.3.1959 fand die Schulentlassungsfeier statt, zu der alle Eltern der Entlassenen erschienen waren. Es kamen 2 Mädchen und 6 Jungen zur Entlassung. Weiter sind noch 5 Kinder als Abgänge zu verzeichnen, da 3 Kinder innerhalb des Jahres zu einer anderen Schule überwiesen wurden und 2 Jungen die Realschule in Kleve besuchen wollen. Diesen 13 Abgängen steht eine Neuanmeldung von 13 Kindern gegenüber, so daß die Schülerzahl im neuen Schuljahr wiederum 74 betragen wird.

 

1959/60

Ab Ostern 1959 mußten wegen der unterschiedlichen Klassenschülerzahl die einzelnen Schuljahrgänge anders aufgeteilt werden:

I. Klasse: 1.– 3. Schuljahr
II. Klasse: 4.– 8. Schuljahr

39 Kinder
35 Kindern

Der Schuljahresverlauf erhielt in diesem Jahre durch die Neufestsetzung der Sommerferien eine Änderung. Die Ferien fielen nicht wie sonst in den Monat August, sondern sie begannen schon am 1. Juli und dauerten bis zum 8. August. Durch diese Verlegung fanden die [34] Bundesjugend­spiele erst Ende August statt. Zum ersten Male konnten die hiesigen Schulkinder den Wanderwimpel, den das Amt Till für den 1. Sieger im Dreikampf gestiftet hatte, nach Hause tragen Außerdem erhielten sie auch mehrere Sieger- und sogar 2 Ehrenurkunden als Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen.

Von April bis November legte sich eine verheerende Dürre und Trockenheit über ganz West- und Nordeuropa. Flüsse und Bäche waren ausgetrocknet, Felder und Wiesen verdorrt, Wälder gerieten in Brand, und die Wasserversorgung wurde sehr bedrohlich, so daß allerorts Sparmaßnahmen getroffen werden mußten. Die verheerenden Folgen wirkten sich besonders auf die Futterbeschaffung für das Vieh aus. Aber auch die Winterversorgung für Küche und Keller geriet in große Not, so daß wegen der Knappheit an Gemüse, Kartoffeln und Obst die Preise gewaltig gestiegen waren.

Die großartig angelegte Gartenschau in Dortmund war diesmal das Ausflugsziel der Oberklasse. Alle Kinder und auch viele Eltern nahmen an der Fahrt teil: Es war eine Freude, durch die prächtigen Blumenanlagen zu spazieren und von dem hohen Aussichtsturm über die Stadt zu schauen. Eine Rundfahrt durch den Duisburger Hafen bildete den Abschluß dieses Ausflugs.

St. Martin verteilte auch in diesem Jahre wieder eine reichlich gefüllte Tüte an die Kinder. Es ist sehr erfreulich, daß sich immer wieder freiwillige Sammler bereiterklären, die Spenden für den St. Martinszug einzuholen. Zu aller Zufriedenheit fiel die Sammlung so gut aus, daß das Feuerwerk in größerem Maße durchgeführt werden konnte.

Zur Entlassung kamen nur 2 Knaben und 2 Mädchen. Sie fand am 21. März 1960 statt. Mit den 10 Neu- [35] angemeldeten wird die Gesamtschülerzahl im neuen Schuljahr auf 80 ansteigen.

 

1960/61

Die Klassenverteilung blieb in diesem Schuljahr die gleiche wie im vergangenen Jahr:

I. Klasse: 1.–3. Schuljahr
II. Klasse: 4.–8. Schuljahr

39 Kinder
41 Kinder

Auffallend war bei der Feststellung der Gesamtschülerzahl, daß zur Zeit mehr Mädchen (45) als Jungen (35) die Schule besuchen. Dieser Unterschied ist dadurch zu erklären, daß zu Ostern nur Mädchen eingeschult wurden.

In den Sommerferien erhielt das Schulgebäude wieder einen neuen Außenanstrich. Dieser war unbedingt erforderlich, da seit dem letzten Anstrich schon 5 Jahre vergangen waren.

Im Gegensatz zum vorigen Jahr, wo unser Land von einer verheerenden Trockenheit heimgesucht wurde, richtete jetzt ein von Juni bis in den Winter anhaltender Regen große Schäden in der Ernte an und macht es den Bauern schwer, die Wintersaat in den Boden zu bekommen.

Wegen des nassen Sommers fanden die Bundesjugendspiele erst im September statt. Da die hiesige Schule nur als 6. Sieger im Dreikampf hervorging, mußte sie den im vergangenen Jahre erworbenen Wanderwimpel wieder abgeben. Wohl konnten die Mädchen in der 4x75 m Staffel und die 10 und 11-Jährigen in der Pendelstaffel den 1. Sieg erringen.

Wie alljährlich war auch St. Martin wieder hier. Mit vielen selbst gebastelten Fackeln begleiteten die Kinder den hl. Reitersmann durch das Dorf. Da der St. Martinszug am Sonntag statt fand, waren viele Zuschauer anwesend. 183 Tüten wurden verteilt. Auch die alten Leute über 80 Jahre erhielten eine Martinstüte.

Schon frühzeitig, im Dezember, fanden die Verträge "Aktion Jugendschutz" in der Schule statt. Am [36] Abend sprach Herr Direktor Stetter aus Geldern zu den Eltern, Geistlichen, Lehrpersonen und Gemeindevertretern von Schneppenbaum, Till und Louisendorf.

Am 21. März 1961 wurden 1 Junge und 8 Mädchen entlassen. 2 Kinder hatten sich zur Aufnahme in die höhere Schule gemeldet, sie bestanden beide die Aufnahmeprüfung.

 

1961/62

Zu Beginn des Schuljahres besuchten insgesamt 77 Kinder (38 Knaben und 39 Mädchen) die hiesige Schule. In der Verteilung der Jahrgänge auf die einzelnen Klassen änderte sich nichts. (I. Klasse 1.–3. Schuljahr, II. Klasse 4.–8. Schuljahr). Neuaufgenommen wurden 5 Knaben und 4 Mädchen, davon wurde 1 Knabe auf Grund eines schulärztlichen Gutachtens bis Ostern 1962 vom Schulbesuch zurückgestellt.

Am 17. Juni 1961 erkrankte die Lehrerin Maria Lohmann so sehr, daß sie ihren Dienst für längere Zeit nicht mehr ausüben konnte. Die Vertretung der Unterklasse übernahm Fräulein Maria Bremers, Lehrerin an der St. Markus-Schule Bedburg. Sie unterrichtete nur 2–3 Stunden am Tage, da sie auch die Unterklasse in Bedburg weiterführen mußte. Am Ende des Schuljahres (am 31. März 1962) trat Fräulein Lohmann in den Ruhestand, da ihr Gesundheitszustand ein Verbleiben im Schuldienst nicht mehr zuließ. In ihrem Geburtsort Mülheim-Ruhr begann sie im Jahre 1928 ihre Lehrtätigkeit. Über die Zwischenstationen Rosellen, Wickrath, Budberg (Eversael) und Kleve kam sie am 1.Dezember 1939 nach Qualburg, wo sie ihren Dienst 22 Jahre lang ausübte. Zur Zeit verbringt sie ihren Lebensabend bei ihrer Schwester in Mönchen-Gladbach.

Auch der diesjährige Sommer war naß und kalt. Im ganzen Monat Juli gab es kaum einen regenfreien Tag, so daß die Bundes­jugendspiele im Amte Till und auch die Schulwanderungen ausfallen mußten. [37] In den Sommerferien wurde der größte Teil des Schulhofes trocken gelegt. Über eine feste Asphaltdecke kann nun das Regenwasser abfließen, das vorher oft in großen Pfützen lange Zeit stehenblieb und es unmöglich machte, auf dem Schulplatz zu turnen und zu spielen.

Die Erziehungsarbeit an der hiesigen Schule wurde in diesem Jahre noch mehr gehemmt durch den Ausfall des Religionsunterrichts. Der hochwürdige Herr Pfarrer Wilhelm Loggen, dessen Gesundheit schon in den letzten Jahren gebrochen war, wurde von einer schweren Krankheit heimgesucht, von der er sich nicht mehr erholte Er starb am 21. Dezember 1961 im Alter von 57 Jahren und wurde am 27. Dezember unter großer Anteilnahme der Pfarrgemeinde auf dem Qualburger Friedhof beigesetzt. Er war fünf Jahre als Seelsorger in Qualburg tätig. In der nun folgenden Vakanzzeit übernahmen der Pfarrer von Bedburg die Pfarrverwaltung und Pater Homann vom Kloster Freudenberg die Seelsorge der Gemeinde.

Schulchonik Qualburg: Totenzettel des Pfarrers Wilhelm Loggen (1904-1961)

Die Erziehungsarbeit an der hiesigen Schule wurde in diesem Jahre noch mehr gehemmt durch den Ausfall des Religionsunterrichts. Der hochwürdige Herr Pfarrer Wilhelm Loggen, dessen Gesundheit schon in den letzten Jahren gebrochen war, wurde von einer schweren Krankheit heimgesucht, von der er sich nicht mehr erholte Er starb am 21. Dezember 1961 im Alter von 57 Jahren und wurde am 27. Dezember unter großer Anteilnahme der Pfarrgemeinde auf dem Qualburger Friedhof beigesetzt. Er war fünf Jahre als Seelsorger in Qualburg tätig. In der nun folgenden Vakanzzeit übernahmen der Pfarrer von Bedburg die Pfarrverwaltung und Pater Homann vom Kloster Freudenberg die Seelsorge der Gemeinde.

Nur einige Tage nach der Beisetzung ihres Pfarrers, was seit 40 Jahren nicht mehr geschehen war, mußten die Qualburger Gläubigen es erleben, daß sie innerhalb von 16 Tagen den Tod eines zweiten Priesters, dem sie als Pfarrkinder anvertraut gewesen waren, zu beklagen hatten. Denn ihr langjähriger Pfarrherr Gerhard Terwelp, der 34 Jahre lang in Qualburg als Pfarrer tätig war, verstarb nach kurzer Krankheit am Nachmittag des 8. Januar 1962 im 84. Lebensjahr. Er lebte [38] seit dem 2. Oktober 1956 in Kleve im Ruhestand. An seiner Beerdigung nahmen außer der Qualburger Bevölkerung auch viele Gläubige und ehemalige Pfarrkinder des Nachbarortes Hasselt teil, denn diese Gemeinde verdankt seiner Initiative die Errichtung ihrer Stephanuskirche im Jahre 1933.

Schulchonik Qualburg: Totenzettel des Pfarrers Gerhard Terwelp (1878-1962)

Am Schlusse des Schuljahres wurden 1 Junge und 5 Mädchen aus der Schule entlassen. Als Neuaufnahme wurden 7 Knaben und 4 Mädchen registriert, davon wurden 2 Knaben auf 1 Jahr zurück­gestellt. Die Gesamtschülerzahl beträgt für das kommende Schuljahr 79 Kinder.

 

1962/63

An die Stelle der vorzeitig in den Ruhestand getretenen Lehrerin Fräulein Maria Lohmann wurde zu Ostern die Lehrerin Fräulein Änne Berntsen auf eigenen Antrag hin versetzt. Sie ist die Tochter des ehemaligen Schulleiters von [39] Qualburg. Nach dem Abitur studierte sie an der Pädagogischen Akademie in Essen-Kupferdreh, wo sie 1958 die I. Lehrerprüfung ablegte. Während ihrer 3-jährigen Tätigkeit an der Dorfschule Hau konnte sie auch im Jahr 1961 die II. Lehrerprüfung ablegen. Als Klassenlehrerin übernahm sie die Leitung der Unterstufe (1.–4. Schuljahr).

 

Am Dreifaltigkeitssonntag konnte die hiesige Pfarrgemeinde ihren neuen Herrn Pfarrer Heinrich Maags in sein Amt einführen. Er ist gebürtiger Niederrheiner und stammt aus Twisteden. Zuletzt war er 12 Jahre lang als Kaplan in Bislich tätig.

Schulchonik Qualburg: Totenzettel der Lehrerin Maria Lohmann (1899-1962)
Totenzettel der Lehrerin Maria Lohmann (1899-1962)

Am 10. Juli traf hier die traurige Nachricht ein, daß die erst zu Ostern in den Ruhestand getretene Lehrerin Fräulein Lohmann in Mönchen-Gladbach verstorben sei. Sie wurde am 12. Juli auf dem Zentralfriedhof in Godesberg beigesetzt. Leider konnte nur eine kleine Abordnung der Lehrerschaft und der Verwaltung des Amtes Till an der Beerdigung teilnehmen.

[40] Kurz nach den Sommerferien hatten auch die Kinder der Oberklasse mit ihren Eltern die Gelegenheit, das Grab ihrer früheren Lehrerin zu besuchen. Denn ihr diesjähriger Tagesausflug führte sie über Köln nach Godesberg. Von dort ging es weiter nach Königswinter, wo bei herrlichem Spätsommerwetter eine längere Bootsfahrt auf dem Rhein gemacht wurde.

Auch die Unterklasse unternahm eine Omnibusfahrt durch den Kreis Kleve. Diese Fahrt diente hauptsächlich zur Veranschaulichung des Heimat­unterrichts. Ziele waren besonders: Ehrenfriedhof im Reichswald, Goch und Kalkar.

Zu Ostern wurden 4 Jungen und 2 Mädchen entlassen und nur 4 Kinder neuaufgenommen. Die Gesamtschülerzahl beträgt für das kommende Schuljahr 73 Kinder (39 Knaben, 34 Mädchen).

 

1963/64

Zu Beginn des Schuljahres wurde die Gesamtschülerzahl (73 Kinder) folgendermaßen auf die einzelnen Klassen verteilt:

I. Klasse: 1.–4. Schuljahr
II. Klasse: 5.–8. Schuljahr

36 Kinder
37 Kinder

Da die Sommerferien in diesem Jahre um 1 Woche früher gelegt wurden, war die Zeit zu knapp, die Bundesjugendspiele der Schulen im Amte Till noch vor den Ferien durchzuführen. Sie fanden daher erst im September statt. Unsere Schule konnte leider nur den 6. Platz belegen.

Vom Ende September bis Ende Oktober (4 Wochen) hospitierten und praktizierten in der Oberklasse zwei Studenten der Pädagogischen Hochschule Essen. Nach einem Hospitieren von 3 Tagen übernahmen sie den Unterricht und erteilten täglich 2 Unterrichtsstunden. In den übrigen Stunden hospitierten sei bei dem Mentor bzw. Mitstudenten.

Im Dezember erhielten zwei Klassenräume neue Schulmöbel (Tische und Stühle). Sie wurden geliefert von der Firma VS (Vereinigte Schulmöbelfabriken KG, Tauberbischofsheim). [41] Die alten Tische und Stühle wurden zum Teil in dem leerstehenden Klassenzimmer aufgestellt, das in den Sommerferien einen neuen Anstrich erhalten hatte. Dieser Raum wird z. Z. als Handarbeits- und Filmraum benutzt.

Auch in diesem Jahre wurden wieder in allen Schulen des Kreises Vorträge über Jugendschutz vor den Eltern der Schulkinder gehalten. In der hiesigen Schule fand der Vortrag am 27.2.1964 statt. Es sprach Herr Hauptlehrer Wilms aus Till über das Thema "Ist unsere Jugend wirklich so?"

Am 14.3.1964 wurden 4 Jungen und 5 Mädchen entlassen. Am Ende des Schuljahres sind noch weitere 6 Kinder als Abgänge verzeichnet worden, von denen 3 Jungen zu einer weiterführenden Schule übergingen. Diesen 15 Abgängen steht eine Neuanmeldung von 13 Kindern gegenüber, so daß im neuen Schuljahr die Gesamtschülerzahl 71 beträgt.

 

1964/65

Die Gesamtschülerzahl (39 Jungen und 32 Mädchen) verteilte sich auf die einzelnen Klassen wie folgt:

I. Klasse: 1.–4. Schuljahr
II. Klasse: 5.–8. Schuljahr

37 Kinder
34 Kinder

Im Juni kam noch ein Mädchen hinzu, aber gleichzeitig wurde 1 Kind aus dem 1. Schuljahr ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt.

Am 22. Juni machten die Kinder der Oberklasse mit ihren Eltern eine Besichtigungsfahrt zur Bischofsstadt Münster und zu dem Schiffshebewerk in Henrichenburg.

Ausrichter der diesjährigen Bundesjugendspiele für alle Schulen des Amtes Till waren die Michael-Schule Reichswalde und die hiesige Schule. Trotz des sehr heißen Sommerwetters verliefen alle Wettkämpfe und Spiele reibungslos und ohne Zwischenfall, so daß Herr Hauptlehrer Kölling, Reichswalde schon gegen 12 Uhr [42] die Siegerehrung vornehmen konnte. Der Wanderwimpel des Amtes Till ging wiederum an die Schule Reichswalde. Insgesamt nahmen 119 Kinder an dem Dreikampf (Lauf-Schlagballweitwurf-Weitsprung) teil. Die hiesige Schule kam nur auf den 9. Platz. Doch in den Staffelläufen (Rundstaffel 4 x 75 m und Pendelstaffel 10 x 50 m) konnten sowohl die Jungen wie auch die Mädchen als Sieger hervorgehen.

Ende September fanden in Nordrhein-Westfalen die Gemeinderats- und Kreistagswahlen statt. Da die Gemeinde Schneppenbaum über 3.000 Einwohner zählt, mußten 19 Vertreter gewählt werden. Der Ortsbezirk Qualburg-Riswick stellt z. Z. 5 Gemeinde­vertreter.

Am 4. Oktober feierte unser Herr Pfarrer Heinrich Maags sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Die gesamte Pfarrgemeinde, die ihm zu Ehren Pfarrhaus und Kirche festlich geschmückt hatte, nahm an diesem Feste teil. Die Schulkinder überreichten ihm als Jubiläumsgeschenk ein "Perikopenbuch in deutscher Sprache für alle Tage des Kirchenjahres."

In diesem Jahre machten ein Student und eine Studentin der Pädagogischen Hochschule Essen ihr Landschulpraktikum in der Unterlasse. Das Praktikum dauerte 4 Wochen.

Anfang November machte auch die Unterklasse eine Tagesfahrt durch das Kreisgebiet. Sie besuchte unter anderem die Schleuse in Brienen, die Städte Goch und Kalkar.

Am 2. März unternahmen die Entlaßschüler der Schulen Kessel, Huisberden, Hönnepel und Qualburg mit ihren Klassenlehrern eine Besichtigungsfahrt zum Westdeutschen Rundfunk in Köln und zum Flughafen in Düsseldorf.

Acht Knaben und drei Mädchen wurden am 15. März entlassen. Zu der Entlaßfeier waren fast alle Eltern erschienen. Nach der Feier waren Eltern, Lehrpersonen und Entlaßschüler zu einem kleinen Frühstück eingeladen, das die Mädchen des 7. Schuljahres in einem Nebenraum serviert hatten. [43] 1965/66

Das neue Schuljahr begann erst nach den Osterferien am 22. April 1965. Neueingeschult wurden 14 Kinder (7 Knaben und 7 Mädchen). Die Gesamtschülerzahl änderte sich gegenüber dem vorigen Jahr nicht.

Auf Grund des Dritten Besoldungsänderungsgesetzes vom 15.6.1965 wurde der Leiter der hiesigen Schule Herr Peter van Wickeren nach 10-jähriger Tätigkeit als I. Lehrer am 30.6.65 vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf zum Volksschulhauptlehrer ernannt.

In den Sommerferien erhielten zwei Klassenräume einen neuen Anstrich. Zu gleicher Zeit wurde die Koksheizung auf Öl umgestellt. Ein 10.000 l fassender Öltank wurde im Keller aufgestellt und der vorhandene Heizungsofen mit einem Ölbrenner versehen.

An den Bundesjugendspielen, die innerhalb der Schule am 7. Juli ausgetragen wurden, nahmen 34 Kinder (10-14 Jahren) teil, 15 davon erhielten eine Siegerurkunde, da sie im Dreikampf 40 und mehr Punkte erreichten. Die Sommerspiele der Schulen im Amte Till fanden erst im September statt.

Wohl das größte und wichtigste Ereignis in diesem Jahre war für unseren unteren Niederrhein die Einweihung der Rheinbrücke "Kleve-Emmerich." Diese gewaltige Hängebrücke hat ein Gesamtgewicht von 10.000 Tonnen und eine Höhe von 75 m. Die Länge der eigentlichen Strombrücke von 803 m unterteilt sich in 500 m für die Mittelöffnung und je 151 m für die Seitenöffnungen. Die Gesamtlänge von Strom- und Vorlandbrücken beträgt rund 1.200 m.

Wie in den vergangenen Jahren fand wieder in der hiesigen Schule das Landschulpraktikum der Studenten der Pädagogischen Hochschule Essen statt. Zwei Praktikantinnen hospitierten und praktizierten im September – Oktober 4 Wochen lang [44] in der Oberklasse.

Bei dem diesjährigen St. Martinsfest konnte festgestellt werden, daß die Zahl der noch nicht schulpflichtigen Kinder gestiegen war. Es wurden bei der Tütenverteilung 110 Kleinkinder gezählt.

Die Kinder der Unterklasse hatten am Buß- und Bettag ihre Eltern zu einer kleinen Nachmittagsfeier eingeladen. Sie führten ihnen das lustige Märchenspiel "Die sieben Geißlein" vor.

Am 15. März 1966 wurden 2 Knaben und 3 Mädchen aus der Schule entlassen. Außerdem verließen noch 2 Kinder die Schule, da sie zu einer weiterführenden Schule übergingen.

 

1966 (1. Kurzschuljahr vom 1.4.–30.11.66)

In dem Gesetz zur Änderung des alten Reichsschulpflichtgesetzes hat der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen übereinstimmend mit allen Ländern der Bundesrepublik am 1. Februar 1966 den Beginn des Schuljahres von Ostern auf den Herbst verlegt, erstmalig am 1. August 1967. Der 16 Monate umfassende Zeitraum vom 1. April 1966 bis 1. August 1967 soll in zwei gleich lange Kurzschuljahre von je 8 Monaten eingeteilt werden. Das erste Kurzschuljahr dauert somit vom 1. April 1966 bis 30. November 1966, das zweite vom 1. Dezember 1966 bis 31. Juli 1967. Beide Kurzschuljahre zählen wie normale Schuljahre und werden hinsichtlich Einschulung, Versetzung und Entlassung der Schüler wie normale Schuljahre behandelt.

Weiter hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen am 1.12.1965 die Einführung des 9. Schuljahres beschlossen, d. h. die Gesamtschulzeit wird für alle Volksschüler um 1 Jahr verlängert. Somit werden am 30. November 1966 keine Schüler entlassen, außer denen, die freiwillig 1 Jahr länger die Schule besucht haben. Für die Schüler des jetzigen 8. Jahrgangs verlängert sich die [45] Schulzeit nur um 4 Monate, sie werden erst am 31. Juli 1967 entlassen.

Zur Neuordnung der Schulen innerhalb der Gemeinde Schneppenbaum wurde auf der Gemeinderatssitzung am 27.10.1966 folgendes beschlossen: Nach dem Erlaß des Kultusministers von Nordrhein-Westfalen vom 23.2.66 soll das 9. Schuljahr in einer besonderen Klasse geführt werden. An Hand der zur Zeit vorliegenden Schülerzahlen der 4 Schulen sollen 2 Klassen für das 9. Schuljahr eingerichtet werden und zwar an der St. Markus-Schule in Bedburg und an der St. Stephanus-Schule in Hasselt. Die Kinder des 9. Schuljahres der St. Markus-Schule, sowie die Kinder der evgl. Schulen Schneppenbaum und Louisendorf sollen zu einer Jahrgangsklasse in St. Markus, die Kinder der St. Stephanus-Schule und der Volksschule Qualburg, sowie die Kinder der Volksschule Till zu einer Jahrgangsklasse in St. Stephanus-Hasselt zusammengefaßt werden. Die jüngeren Jahrgänge (1–8) verbleiben zunächst in den einzelnen Schulen.

Auf diesen Ratsbeschluß hin wurden am 1.2.1966 von der hiesigen Schule 7 Knaben und 3 Mädchen des 9. Schuljahres zur St. Stephanus-Schule in Hasselt überwiesen.

 

1967 (2. Kurzschuljahr 1.12.66–31.7.67)

Zu Beginn des 2. Kurzschuljahres wurden 13 Kinder neueingeschult. Wegen der unterschiedlichen Klassenstärke wurden die einzelne Jahrgänge wie folgt auf die 2 Klassen verteilt:

I. Klasse: 1.–3. Schuljahr
II. Klasse: 4.–8. Schuljahr

33 Kinder
33 Kinder

Am 28. Februar trat Herr Schulrat Josef Gramm wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand. 10 Jahre war er als Schulrat im Kreise Kleve tätig. Seine Verabschiedung fand am 24. Februar um 11 Uhr in der Stadthalle zu Kleve statt. Zu dieser Abschiedsfeier hatte

[46] der Oberkreisdirektor alle Schulleiter des Kreises eingeladen. Die Verabschiedung des Schulrates übernahm der Regierungsdirektor Klempt. Bis zur Neubesetzung dieser Schulratsstelle übernahm Herr Prentenborbeck, Schulrat des Kreises Geldern, die Vertretung im Schulaufsichtsbezirk Kleve.

Das Schuljahr ging im allgemeinen ohne besondere Ereignisse zu Ende. Die Bundesjugendspiele innerhalb der Schulen des Amtes Till fielen wegen des Kurzschuljahres aus Auch fanden für beide Klassen keine Tagesfahrten statt.

Bezüglich der Gesamtschülerzahl trat am Ende des Schuljahres keine wesentliche Änderung ein. Zu Beginn der Sommerferien verließen 10 Kinder die hiesige Schule, 8 Kinder besuchen die Schule in Hasselt (9. Schuljahr), 2 Kinder die Realschule in Kleve. Diesen 10 Abgängen steht die gleiche Zahl von Schulneulingen gegenüber,so daß die Gesamtschülerzahl die gleiche bleibt (67 Kinder).

 

1967/68

Am 1. August fing das neue Schuljahr an (Herbstanfang), doch begann der Unterricht erst am 7. September, Ende der Sommer­ferien. Außer den Schulneulingen betraten noch 4 Kinder, die in den Ferien nach hier zugezogen waren, zum ersten Male unsere Schule. Somit wuchs die Gesamtschülerzahl auf 71 an. Die Aufteilung der Jahrgänge auf die beiden Klassen blieb die gleiche wie im vorigen Jahr (1.–3. und 4.–8.)

Erst zu Beginn des neuen Schuljahres wurde die Schulratsstelle im Kreise Kleve wieder besetzt. Durch einen Erlaß des Herrn Kultusministers wurde Herr Heinrich Brinkmann, Rektor der Volksschule in Aldekerk, mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Schulrates im Landkreis Kleve beauftragt.

 

[47] 1968/69

Im Zug der Neuordnung des Volksschulwesens in Nordrhein-Westfalen wurde am 1.8.1968 die kath. Volksschule in Qualburg aufgelöst.

 

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